Jenseits kultureller Mauern

Das Louisenlunder Internat erhält vielfältige Verbindungen in Richtung Osteuropa. So findet zwischen Lettland (Jelgava), Polen (Stettin) und Russland (Gymnasium Nr.1 in Nishnij Novgorod sowie der Peterschule in St. Petersburg) ein regelmäßiger Schüleraustausch statt.

Seit 1992 konnten auf diesem Wege bereits mehrere hundert Jugendliche Erfahrungen machen, die in den Jahrzehnten zuvor unmöglich waren: Sie konnten sehen, dass Menschen auf beiden Seiten der ehemaligen Grenzen lebten, nicht etwa Parteisoldaten oder Kapitalisten.

Die Schülerinnen und Schüler lachten über dieselben Dinge, verstanden sich auch wortlos mit Hilfe der Musik und konnten die Idee eines vereinten Europas mit Erfahrungen und Gefühlen verbinden. Diese intensiven Beziehungen haben gehalten, was wir uns gemeinsam davon versprochen haben:

  • Förderung der deutschen Sprache und Kultur
  • Abbau gegenseitiger Vorurteile
  • Möglichkeiten des Dialogs zwischen jungen Deutsche und Osteuropäer als eine Voraussetzung für den europäischen Frieden schaffen.

Beispielhaft dafür stehen die Erfahrungen von Joanna Mozdynewicz, die uns 2010 für drei Monate besuchte: „Ich habe kennengelernt wie das Leben in Deutschland ist und sehr nette Menschen getroffen. Ich weiß jetzt viel mehr über deutsche Traditionen, Feste und Gebräuche. Der Aufenthalt in Louisenlund ist die beste Chance, Deutsch zu lernen und neue Erfahrungen zu machen“.

Um diese positiven Effekte und Beziehungen weiter auszubauen, sind wir stolz, dass seit 1994 alljährlich Stipendien an junge osteuropäische Schülerinnen und Schüler vergeben zu können.